Selbstverteidigung für Frauen – Training für den Ernstfall
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27.03.2020

Selbstverteidigung für Frauen – Training für den Ernstfall

Schlagkombis für Frauen

Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen

Die Kriminalstatistiken bestätigen Jahr um Jahr alarmierende Zahlen: Gewaltdelikte, sexuelle Übergriffe, Nötigung und Freiheitsberaubung sind überwiegend oft gegen Frauen gerichtet. Diese wiederum fühlen sich zunehmend in die Opferrolle gedrängt, aus der sie keinen Ausweg sehen. Daher ist es wichtig, Frauen und Mädchen das Wissen der Selbstverteidigung zu vermitteln und ihnen damit die eigene Hilfe im Notfall zu ermöglichen.

Die Frauenselbstverteidigung: Was ist das eigentlich?

Frauen gelten leider noch immer als das schwache Geschlecht. Obwohl sie große Taten vollbringen und aus vielen Berufen mit ihrem Einsatz und ihrer Kreativität nicht mehr wegzudenken sind, werden sie noch allzu gerne als weiche, vielleicht sogar zerbrechliche Personen gesehen. Ein Mythos, der sich im beruflichen und privaten Alltag mühelos entkräften lässt – und der doch dort an seine Grenzen gerät, wo Frauen im direkten Kräftemessen mit Männern stehen. Zu denken wäre an Situationen des Angriffs, der Gewalt und der Unterdrückung. Selbst fitte Frauen sind ihrem männlichen Peiniger dabei im Regelfall unterlegen. Das wiederum muss kein Grund sein, diese scheinbar natürliche Opferrolle zu akzeptieren. Vielmehr sollte das Ziel darin bestehen, die Kunst der Selbstverteidigung zu erlernen. Vermittelt wird dabei die Fähigkeit, Tritten und Schlägen auszuweichen, die Energie des Angreifers für eigene Aktionen zu nutzen und im entscheidenden Moment den Mut für einen Gegenschlag zu besitzen.

Der Gefahr ausweichen

Im Rahmen der Selbstverteidigung für Frauen wird darüber hinaus die Eigenschaft trainiert, es gar nicht erst auf einen Kampf ankommen zu lassen. In regelmäßiger Wiederholung erwerben die Kursteilnehmerinnen das Wissen, frühzeitig auf sich hochschaukelnde Ereignisse zu reagieren – und entsprechend weitsichtig zu handeln. Wer in der Lage ist, einen sich anbahnenden Streit mit Worten schon im Keim zu unterdrücken, steht schließlich nicht in der Gefahr, später mit Gewalt konfrontiert zu werden. Ein solcher Selbstverteidigungskurs stellt daher im ersten Schritt immer darauf ab, mögliche Risiken zu erkennen. Erst damit ist es im zweiten Schritt möglich, das eigene Verhalten der Situation gemäß anzupassen und eine Eskalation der Lage zu umgehen. Darüber hinaus wird innerhalb der Selbstverteidigung für Frauen auch die Intuition verbessert: Das Schärfen der eigenen Sinne dient dem Ziel, sich im Ernstfall richtig zu verhalten und aus mehreren Optionen jene zu wählen, die die größte Aussicht auf Erfolg bereithält.

Die Selbstverteidigung für Mädchen nutzen

Natürlich wird oft ein Pensum von vielen Trainingsstunden benötigt, um sich der eigenen Kraft und der individuellen Fähigkeiten sogar in brenzligen Situationen jederzeit bewusst zu sein. Wer dabei möglichst viel Routine erwerben möchte, sollte bereits in jungen Jahren die körperlichen und geistigen Stärken verbessern. In einem Kurs der Selbstverteidigung für Mädchen kann schon im Kindergartenalter die Basis dafür gelegt werden, Fluchtinstinkte zu schärfen, eine Kampfkunst zu erlernen oder deeskalierend auf einen dominanten Gegenüber einzuwirken. Denn auch hier gilt: Je häufiger bestimmte Situationen durchlebt und im spielerischen Miteinander kreativ gelöst werden, desto besser sind Frauen und Mädchen auf jenen Ernstfall vorbereitet, der hoffentlich niemals stattfinden wird. Ebenso wird damit das Selbstbewusstsein gestärkt: Wer einen derartigen Kurs schon in jungen Jahren durchläuft, übersteht bereits im Kindesalter schwierige Herausforderungen. Erworben werden somit Eigenschaften der Selbstbehauptung, die später einmal in zahlreichen beruflichen und privaten Lebenslagen wichtig sein dürften.

Ein Frauenkurs für schnelle Erfolge

Wer es im Kindesalter verpasst hat, die Selbstverteidigung für Mädchen zu besuchen, hat dafür natürlich auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch zahlreiche Möglichkeiten. Übrigens muss dabei nicht immer auf ein langfristiges Training geachtet werden. Ein moderner Frauenkurs kann schon in wenigen Übungsstunden die grundlegenden Verhaltensweisen vermitteln. Denn ein solcher Workshop ist oftmals darauf ausgelegt, innerhalb einer kurzen Zeitspanne die Teilnehmerinnen auf unterschiedliche Gefährdungslagen vorzubereiten. Nicht selten wird dafür lediglich ein einziges Wochenende anberaumt. Die hier erlernten Fähigkeiten sollten indes nur als das gesehen werden, was sie sind: Mehr als die Basics werden die Trainierenden kaum einmal erlernen. Möchten sie ihre Stärken künftig ausbauen, wollen sie ein höheres Maß an Routine erwerben oder effizienter in ihren Aktionen werden, müssten sie konstant einen Selbstverteidigungskurs besuchen. Das Alter spielt dabei keine Rolle, je nach Angebot kann eine Fokussierung auf Mädchen, Jugendliche, Frauen und Seniorinnen stattfinden.

Den eigenen Frauenkurs auswählen

Heute ist es übrigens keine echte Herausforderung mehr, die Selbstverteidigung für Frauen oder die Selbstverteidigung für Mädchen ganz nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu finden. Sowohl staatliche als auch private Anbieter sind in jeder Stadt vorhanden. Wer sich dafür interessiert, muss sich im Vorfeld natürlich fragen, welche Inhalte denn eigentlich erworben werden sollen. Reicht die Zeit nur für einen kurzen Workshop, der über das Wochenende ausgetragen wird – oder ist es möglich, an einem oder sogar an zwei Tagen in jeder Woche zu trainieren? Sollen lediglich die Grundlagen der Selbstverteidigung erlernt werden – oder dürfen die Kenntnisse und Fähigkeiten auch mehr ins Detail gehen? Ist das Training in einer großen Gruppe gewünscht – oder soll die Möglichkeit bestehen, individueller und im engen Austausch mit den Trainern an den eigenen Stärken zu feilen? Sportschulen und Kampfvereine vermitteln das Wissen gerne. Zudem können Bücher und Dokumentationen das zu erlernende Pensum ergänzen.

Darauf ist bei der Auswahl zu achten

Allerdings kann ein solch vielfältiges Angebot durchaus lähmend wirken – denn wer weiß schon, auf welche Kriterien bei der Selbstverteidigung für Frauen zu achten ist? Grundsätzlich gilt, dass die Schule und der Verein nur über Trainer verfügen sollten, die ihre Kompetenzen nachweisen können. Diplome, Urkunden und Lizenzen gehören zu jenen Qualifikationen, die vorliegen müssen. Daneben lohnt es sich, auch die Inhalte eines Kurses genauer zu betrachten: Wird den Einsteigern das Können vermittelt, einfachste Techniken der Gefahrenabwehr zu erlernen? Finden sie hier Hilfe, um mit Selbstzweifeln umzugehen und diese im Laufe des Trainings in ein starkes Selbstbewusstsein umzuwandeln? Werden ihnen alternative Wege aufgezeigt, um Konflikte zu lösen oder sie im Vorfeld sogar gänzlich zu vermeiden? Wird ihnen aber ebenso die Eigenschaft beigebracht, ihren Körper im Notfall kompromisslos und ohne Zögern zur Abwehr einer Gefahr einzusetzen – verbunden mit dem Risiko, den Angreifer schwer zu verletzen?

Spielend leicht zum Erfolg

Die Selbstverteidigung für Mädchen unterscheidet sich übrigens nicht wesentlich von der Selbstverteidigung der Frauen. Als wichtiges Merkmal gilt in beiden Fällen, dass den Teilnehmerinnen zunächst einmal der Spaß an der Bewegung vermittelt werden soll. Es geht hier also nicht vorrangig um kompromissloses Trainieren oder um das gegenseitige Messen der eigenen Kräfte. Vielmehr wird eine solche Frauenselbstverteidigung zahlreiche Elemente aus dem Alltag übernehmen. Somit finden immer wieder Rollenspiele statt, in denen die Mädchen und Frauen in verschiedene Charaktere schlüpfen – spielen sie heute die Opferrolle, so stellen sie vielleicht beim nächsten Mal den Angreifer oder einen Zeugen dar. Auf diese Weise wird ihnen die Fähigkeit vermittelt, eine bestimmte Situation aus diversen Perspektiven zu erleben, sie unterschiedlich zu bewerten, die Sichtweisen der einzelnen Personen zu begreifen und daraus für sich im Notfall eine effiziente Lösung zu finden. Spielerisch wird den Teilnehmern beigebracht, wie sie Streitigkeiten und Gewalt routiniert ausweichen.

Der Weg endet nie

Doch gerade die Routine ist ein gutes Stichwort. Denn wer auch im gehobenen Alter noch Konflikte lösen oder auf Angriffe reagieren möchte, kann natürlich kaum einmal auf ein vor Jahrzehnten erworbenes Wissen zurückgreifen. Die Frauenselbstverteidigung stellt folglich darauf ab, regelmäßig im Training zu bleiben und das Erlernte durch die stete Wiederholung so sehr in Fleisch und Blut übergehen zu lassen, dass es instinktiv angewendet werden kann. Mehr noch, das Ziel sollte sogar darin bestehen, die eigenen Stärken kontinuierlich auszubauen. Ein Frauenkurs wird nach dem Begreifen der Basics also immer dann besucht, wenn die Spezialisierung auf eine bestimmte Kampfkunst oder auf die Details einer Kampftechnik erwünscht ist. Der einmal begonnene Weg muss somit konstant fortgesetzt werden. Nur damit wird die Gefahr vermieden, die einmal erlernten Fähigkeiten genau dann nicht mehr abrufen zu können, wenn sie dringend benötigt werden. Wer rastet, der rostet schließlich – und wird sich im Ernstfall nicht mehr verteidigen können.