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Ein Kampfsport vergleich

Jahrtausende alte Kampfkunst erlernen

Asiatische Kampfkunst gibt es seit vielen tausend Jahren. Angriffs- und vor allem Verteidigungstechniken befähigten früher Soldaten, einem aggressiven Feind mit größtmöglicher Körperbeherrschung adäquat zu begegnen. Und heute? Kampfsport ist ein Sport, der in verschiedenen Ausprägungen, körperliche, aber auch geistige Fähigkeiten und konzentriertes Agieren einübt. Moderne Kampfsport-Arten wie WingTsun, Kenpo und Krav Maga haben dabei traditionelle Systeme den Herausforderungen der Neuzeit angepasst.

Vielseitige Ausprägungen

Dank vielseitiger Körperbeherrschung liegt Kampfkunst seit Jahren im Trend. Darüber hinaus dienen die perfekt abgestimmten Bewegungsabläufe und schnelles Agieren der Eigensicherung. Das bedeutet: Wer über einen Zeitraum gelernt und eingeübt hat, die Reflexe seines Körpers koordiniert zu beherrschen, kann Kampfkunst auch zur Selbstverteidigung nutzen. Die Vielfalt verschiedener Techniken drückt sich in einem breiten Angebot aus. Denn viele Menschen stellen sich die Frage: Welche Kampfkunst ist für mich die passende?

Moderne Kampfkunst

Physische Stärke und persönliche Weiterentwicklung bietet WingTsun. Diese Form der Eigenverteidigung vermittelt festgelegte und sehr effektive Techniken, wobei auch kommunikative und psychologische Themen erlernt werden. Grenzen setzen, proaktiv handeln, ist das Gebot der Stunde. „BlitzDefence“ nennt sich ein erstes Modul, das angemessene Notwehr für sich oder andere beinhaltet. Als Prävention eignet sich diese Grundform für alle, die Selbstverteidigung schnell und effektiv erlernen wollen.

Eigensicherung lässt sich in weiteren Schritten durch Fähigkeiten erweitern, wie man sich dem Verhalten des Gegners anpassen kann. Körperliche und geistige Flexibilität sowie eine gesteigerte Wahrnehmung dienen der besseren Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Schritt für Schritt wächst bei WingTsun so intensives Körperverständnis. Die Fähigkeit, die Kraft des Gegners zu nutzen, um diesen zu überwältigen, ist in der Konsequenz ähnlich wie bei traditionellem Jiu Jitsu.

Krav Maga ist ein weiterer moderner Kampfsport, der perfekte Selbstverteidigung vermittelt. Dieser Kampfsport wird auch bei Polizei und Militär ausgeübt. Wie bei WingTsun und Kenpo wurden die Bewegungsabläufe und Techniken den Bedingungen der Neuzeit angepasst. Kennzeichnend ist die Nutzung natürlicher und instinktiver Bewegungen. Diese Bewegungsabläufe werden technisch eingeübt und sind leicht zu erlernen. Sie dienen der Selbstverteidigung und Überwältigung des Gegners.

WingTsun und Krav Maga sind wie Jiu Jitsu Techniken, die ohne Schwert oder Stock auskommen. Da die Selbstbehauptung im Fokus steht, wurden beispielsweise bei WingTsun für alle Altersgruppen adäquate Konzepte entwickelt. Dabei geht es um typische Konfliktsituationen, die im Alltag Männern, Frauen oder auch Kindern begegnen können.

Traditioneller Kampfsport: Judo, Karate, Aikido

Die japanische Kampfkunst Aikido wurde Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Sie wird als defensive Kampfkunst bezeichnet. Eingeübt werden drei Techniken, eine davon waffenlos, die beiden anderen mit Schwert und Langstock.

Judo, Karate und Aikido sind die bekanntesten Kampfstile aus Japan, wobei Judo als „sanfter Weg“ bezeichnet wird. Farbige Gürtel, die der Gründer Jigoro Kano einführte, zeigen das Niveau des Schülers bei den diversen Wurftechniken. Minimaler Aufwand bei optimalem Ergebnis ist das Ziel dieses Wettkampf-Sports.
Er baut auf Schlag-, Tritt- und Stoßtechniken sowie Wurf- und Bodentechniken des Jiu Jitsu auf, wurde aber erweitert. Zur Eigensicherung dienten ursprünglich auch Karate-Techniken, da im Japan des 17. Jahrhunderts großen Bevölkerungsteilen das Tragen von Waffen untersagt war.
Heutzutage steht körperliches, mentales Entwickeln der Persönlichkeit im Vordergrund. Durch schnelle Koordination von Bewegungsabläufen lernt man auch hierbei Selbstbehauptung im Gefahrenfall.

Kickboxen und Boxen

Anders als bei den zuvor beschriebenen Kampfsport-Stilen setzt Boxen auf einen Zweikampf fast ausschließlich mit Fäusten. Es wird im Amateur- und Profistil ausgeübt, setzt also vor allem auf Wettkämpfe. Faustkampf ist schon seit 3.000 vor Christus bei den Alten Ägyptern belegt und wurde auch bei den Griechen ausgeübt. Man unterscheidet bestimmte Gewichtsklassen. Ziel ist dank möglichst vieler Faustschläge mit gepolsterten Handschuhen den Gegner per „knockout“ außer Gefecht zu setzen. Bei diesem Kampf steht man nicht auf einer Matte oder in einem Sportraum, sondern in einem Ring.

Kickboxen ist eine moderne, abendländische Disziplin, die sich aus Karate- und Boxtechniken entwickelt hat. Man unterscheidet Leicht- und Vollkontakt, wobei einige Fuß-, Hand- und Schlagtechniken erlaubt sind.

Welchen Kampfstil man für sich bevorzugt, hängt von der Zielsetzung ab. Sind Eigensicherung und Selbstverteidigung das primäre Ziel? Dann bietet sich WingTsun an. Dieser Stil wurde für die Herausforderung moderner Gesellschaften entwickelt.

In aufbauenden Modulen trainiert man zunächst äußerst effektiv körperliche Techniken. Dann lernt der Schüler, gesellschaftliche und psychologische Herausforderungen des Lebens zu meistern. Noch ein Vorteil: WingTsun eignet sich für Kinder, Frauen und Männer.